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Eine Pferdestärke trifft auf 100.000 Pferdestärken


Liebe Siedler,

obwohl unsere Heimat auf einem schmalen und vergessenen Korridor zwischen zwei Tagebauen liegt und sich deshalb nicht mit den Schönheiten einer Urlaubsregion messen kann, hat unser Schulleiter Herr Lück, der in einem früheren Leben sicherlich Siedlertrecks durch die Weiten der amerikanischen Prärie führte, für euch die interessantesten Wege ausgekundschaftet

Diese Kundschafterfertigkeit ist in unserer Heimat dringend erforderlich. Moderne GPS Geräte versagen, Wanderkarten sind beim Druck schon überholt und Google map zeigt nur noch weiß an. Orte verschwinden spurlos, erleben an anderer Stelle eine Wiedergeburt, Flüsse werden umgebettet, Autobahnen verlegt, Seenplatten entstehen und Berge wachsen in den Himmel. Der Mensch spielt mit Hilfe der modernen Großgeräte Schöpfung und wir kleinen Bürgerwälder mittendrin.
„ Die erste Tod, die zweite Not, die dritte Brot.“

Diese Weisheit aus längst vergangenen Tagen beschreibt das harte Los einer Siedlerfamilie im Mittelalter über drei Generationen, trifft jedoch zum Glück bei den heutigen tagebaubedingten Umsiedlungen nicht mehr zu.

Am 14.05.2009 erwarten wir euch um 16 Uhr mit der ersten Überraschung am kleinen Indemann in Inden – Altdorf.


Von dort ziehen wir gemeinsam in zünftiger Gewandung den Kalkweg entlang über Schophoven und dem Rittergut Müllenark zum Reit- und Turnierstall Thomas Keuten. Begleitet werden wir auf diesem Marsch von einer Reitereskorte unter der Führung von Herrn Keuten. Sowohl auf dem Rittergut als auch im Reitstall werdet ihr von Ehrengästen begrüßt und von uns mit musikalischen Klängen verwöhnt.

Nach den Begrüßungen werden die Pferde im Turnierstall eingestallt und ihr könnt nach einem Rittermahl von Burg Obbendorf das Nachtquartier beziehen. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Freunde und Gönner aus dem Förderverein der KGS Hambach.
Wenn ihr aber noch nicht müde vom Wandern seid, ist eine weitere Überraschung eingeplant.

Am 15.05.2009 starten wir gegen 8.00 Uhr in Richtung Hambach zur Burg Obbendorf, einer der ältesten Burganlagen im Rheinland und heute ein Feinschmeckertempel. Hier erwartet uns die Familie Müller mit einem Frühstücksbüfett und weiteren Ehrengästen.Auf dem Weg zur Burg werden wir von einem Reiterschaubild begleitet. Nach diesem Empfang wandeln wir auf den Spuren des Heiligen Arnoldus durch das Vorfeld des Tagebaus Hambach in Richtung Sindorfer Mühle, vorbei an den noch umzusiedelnden Orten Morschenich, Manheim und Gellrath.

Auf unserem Weg passieren wir auch das Elternhaus des berühmtesten Umsiedlers des Rheinischen Reviers. Wir verraten nur, dass sein Sohn im Zeichen des Pferdes siebenmal Weltmeister wurde. An der neuen Kartbahn M. Schumachers verabschieden wir uns von euch mit dem irischen Volkslied „Wir kamen als Fremde und gehen als Freunde".

Wir hoffen, dass unser Teilabschnitt bei euch Zustimmung finden wird und freuen uns schon heute auf eure Ankunft.

die Schülerinnen und Schüler sowie
das Lehrerkollegium
der KGS Hambach


P.S. Bei unseren Vorbereitungen können wir beobachten, dass aus einer anfänglichen Idee, durch einen kleinen Anstoß, ein Selbstläufer wurde. Diese Eigendynamik, ein hehres Ziel der Pädagogik, ist bei allen Beteiligten und Mitstreitern spürbar und, um es in der Fuhrmannssprache zu sagen, zum gewaltigen Vorspann geworden.


   

 
Pressebericht Aachener Zeitung
Wagentreck lässt Geschichte lebendig werden .. lesen
 

 

 

 
 
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